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1. Blind Dates via
Zeitungsannonce
Obwohl das Wort „Blind Date“ aus dem englischsprachigen
Bereich stammt, waren Blind Dates auch schon vor der Internet-Zeit in vielen
Ländern üblich. Blind Dates kamen aufgrund von Zeitungsanzeigen zustande, die
mal als edler Heiratsmarkt, mal als brauchbarer Bekanntschaftsmarkt und mal als
fragwürdiger Kontaktmarkt von den 1950er bis zu den 1990er Jahren das Mittel
der Wahl waren. Über diesen Weg lernten sich damals sehr viele Menschen kennen,
die erst nach dem Überschreiten des 30. Lebensjahres auf Partnersuche gingen oder
die bereits geschieden waren.
2. Blind Dates via Internet
Blind Dates funktionierten damals wie heute aber ungefähr
nach dem gleichen Muster, mit einem Unterschied: Die Anzeigen für Blind Dates
waren nur nichtssagender und anonymer – wer aber antwortete, musste gleich viel
von sich selbst preisgeben. Dieses Ungleichgewicht wurde erst im Internet
demokratisiert.
Heute kennen sich die meisten Menschen, die verantwortlich
in ein Blind Date gehen, schon vorher genauer durch ausführliche Profile,
Übereinstimmungstests, E-Mail, Telefonate und Internet-Recherche. Dies war
früher nicht der Fall. Das oft angesprochene „Risiko“ des Blind
Date ist daher
noch nie so niedrig gewesen, wenn man die Grundregeln an ein Treffen mit
Fremden einhält. Früher sagte man zu Blind-Dates auch etwas kompliziert:
„Rendezvous mit einem Unbekannten“.
3. Formen und Ausführungen von Blind Dates
Das Vorbild aller Blind Dates kommt aus den USA und dort aus
Städten. Entsprechend werden die Blind Dates in der Literatur oft als
Zusammenkünfte zweier Menschen beschrieben, die sich noch nie zuvor gesehen
haben und die sich nun zum Zweck des ausführlichen Kennenlernens in einem
Restaurant („zum Dinner“) treffen.
Nun ist es zwar nach wie vor so, dass man sich beim „Blind
Date“ noch nie gesehen hat, aber in der Regel weiß man beim Online-Dating bereits ein wenig übereinander: Fotos,
Profilangaben, Persönlichkeitstest, einige E-Mails und Telefonate liegen zumeist als Grundlagen
vor.
In Europa ist es unüblich geworden, sich „zum Dinner“ zu
verabreden, weil nie klar ist, ob die Sympathie füreinander so groß ist, dass
man sich wirklich ein ganzes „großes Abendessen“ zumuten möchte.
Trifft man sich nicht in derselben Stadt, sondern reist weit
mit Bahn oder Flugzeug, so gelten andere Regeln als für städtische Blind Dates:
Elemente der Gastfreundschaft kommen hinzu.
Ist man hingegen an „Casual Dates“ interessiert, und soll
der Begegnung alsbald Sex folgen, so geht das Blind Date bei Sympathie in der Regel sofort in die
gewünschte intensive Begegnung über.
4. Wie plane ich meine Blind Dates
Bei Blind Dates sind drei Fragen wichtig:
1. Wie
und wo will ich die Dates arrangieren?
2. Was
will ich dort und wie setze ich diesen Wunsch um?
3. Welche
Möglichkeiten für den Ausgang des Dates plane ich ein?
Da nahezu alle Dates im sogenannten „Online-Dating“ heute
Blind Dates sind, gibt es dazu zahllose Tipps – leider sind manche davon
unerfüllbar, weil sie redundant (mehrdeutig) sind.
Die Sicherheits- und Kommunikationstipps für Blind Dates
finden Sie beispielsweise hier – sie sind in eine moderne Form gebracht,
die auch selbstbewussten Menschen gerecht wird.
Bleiben wir noch einen Moment bei den drei Fragen (die man
gleichzeitig als Stufen sehen kann: Versuchen Sie, von vornherein einen Ort zu
wählen, an dem sie sich wohlfühlen und von dem aus Sie sowohl eine gute
Rückzugs- wie auch eine gute Erweiterungsmöglichkeit ihrer Aktivitäten
haben.
Werden Sie sich darüber klar, was sie bei einem Date
wirklich wollen, worauf Sie gegebenenfalls eingehen würden und was sie in jedem
Fall nicht wollen. Die Entscheidungen kommen möglicherweise sehr schnell auf
Sie zu – auch als Mann. Seien Sie stets darauf gefasst, dass sich die Situation
verändert, und planen Sie Alternativen ein. Wenn Sie interessiert an einem
weiteren Treffen sind, müssen Sie es in Europa am Ende des Dates sagen. „ich
rufe dich wieder an“ gilt vielen Menschen bereits als Ablehnung.
Wenn sie einen Rückzug arrangieren müssen, werden sie sehr
deutlich, und wenn es sein muss, vergessen Sie die Höflichkeit. Das können Sie
nur glaubhaft tun, solange sie nicht zu betrunken sind. Also: Trinken Sie
bei ihren Blind Dates wenig!
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